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Planspiel „Ein blinder Junge in der Schule“

Im April spielte die Klasse 6.1 im Rahmen des Klassenprojektes „Krasses Leben“ ein Planspiel.

Ein Planspiel ist ein Spiel, bei dem sich mehrere Gruppen bilden und jede Gruppe eine Rolle zugeteilt bekommt, die eine bestimmte Meinung vertritt. Mit guten Argumenten und strategischem Feingefühl ging es darum, dass Schulleitung, Blindenverein, Eltern, Freunde und Lehrer dem blinden Schüler Pedro helfen, eine geeignete weiterführende Schule zu finden. Die Story war frei erfunden, trotzdem konnte man sich gut in die Situation an sich hineinversetzen.

Es war gar nicht so leicht, die Motive der anderen Rollen zu durchschauen, weil man nur mit Briefen miteinander kommunizieren konnte und es, wie im wirklichen Leben, nicht immer nur „schwarz und weiß“ in den Meinungen gab.

Als Erstes versuchte die „Elterngruppe“ gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Blindenvereins, die Grundschullehrerin auf ihre Seite zu ziehen, um gemeinsam die Schulleiterin eines Gymnasiums zu überzeugen. Allerdings musste auch der Schulfreund von Pedro mit einbezogen werden.

Nach ca. 120 Minuten Spielzeit hat Pedro einen Platz am Gymnasium bekommen, wobei in der Nachbesprechung deutlich wurde, wie schwierig Kommunikation teilweise ist und wie sehr die persönlichen Meinungen der unterschiedlichen Rollen bei ihrer Entscheidungsfindung eine Rolle spielen.

Auch wurde darüber diskutiert, welche Unterstützung Pedro bekommen sollte, um sich an seiner neuen Schule wohlzufühlen.

Lehrreich war das Spiel auf jeden Fall. Es hat der Klasse 6.1 aber auch viel Spaß gemacht, sich in die unterschiedlichen Rollen hineinzuversetzen und konsequent danach zu handeln.

Frieder Wahrendorff, 6.1