Bilingualer Unterricht

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1993 begann am Hermann-Billung-Gymnasium in Celle der bilinguale Unterricht im Fach Geschichte.

Was ist bilingualer Unterricht?

Bilingualer Unterricht ist der Unterricht eines oder mehrerer Sachfächer – z.B. Geschichte – in einer Fremdsprache als Unterrichtssprache. In ihm werden die Fremdsprachenkenntnisse (in unserem Fall Englisch) praktisch angewendet und auf diese Weise vertieft.

Während im Fremdsprachenunterricht Situationen künstlich simuliert werden, um Sprechanlässe zu schaffen, sind die Inhalte des bilingualen Fachunterrichts anwendungsbezogen, real. Die Verwendung der Fremdsprache im Sachzusammenhang ohne ihre Benotung senkt die Hemmschwelle, sich in ihr zu äußern. Inhaltlich richtet sich der bilinguale Unterricht nach den allgemeingültigen Kerncurricula des betreffenden Sachfaches.

Welche bilingualen Angebote hat das HBG?

Das Fach Geschichte wird von Jahrgang 8 bis 11 durchgängig bilingual unterrichtet. In einigen Jahren erhalten die Kurse ein bis zwei Stunden zusätzlich im Fach Geschichte. In der Oberstufe kann der bilinguale Kurs bis zum Abitur fortgeführt werden. Außerdem wird in den Jahrgängen 9 und 10 ein weiteres gesellschaftliches Fach (z.B. Erdkunde oder Politik) auf Englisch unterrichtet.

Warum bietet das HBG einen bilingualen Bildungsgang an?

In der Zukunft gibt es aufgrund der Globalisierung zweifellos einen weiter steigenden Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen. Die sichere Beherrschung einer Fremdsprache bietet ein gutes Fundament für eine spätere Tätigkeit in Berufszweigen mit internationalen Verbindungen. Außerdem werden ein Studium oder eine Ausbildung im englischsprachigen Ausland erleichtert.

Auch der allgemeinbildende Wert des bilingualen Unterrichts ist nicht zu unterschätzen. Dieser Unterricht trägt zur Schaffung eines internationalen Bewusstseins bei. Er fördert durch den ihm immanenten Perspektivenwechsel Verständnis und Achtung gegenüber den Menschen anderer Nationen ebenso wie das Bewusstsein der Relativität eigener Standpunkte und Normen.

Wie werden die Leistungen beurteilt?

Die Grundregel lautet: Die fachliche Leistung wird bewertet, nicht die fremdsprachliche Leistung. Lexikalische oder grammatikalische Fehler werden korrigiert, schlagen sich jedoch nicht in der Gesamtzensur nieder. Die Sprache ist für die Schülerinnen und Schüler nicht Gegenstand des Unterrichts, sondern ein Medium. Dadurch wird die Hemmschwelle gesenkt, sich in der Fremdsprache zu äußern. Aber natürlich müssen Fachausdrücke – wie in anderen Kontexten auch – beherrscht werden.


Sollten Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Ansprechpartnerin ist Frau Höxtermann (hoextermann[at]hbg-celle.de).