Heute wurde es spannend im Politik-Leistungskurs. Statt trockener Theorie stand ein Monopoly-Spiel auf dem Stundenplan – doch nicht zum bloßen Zeitvertreib. Vielmehr diente es als anschauliches Beispiel dafür, wie sich aus gleichen Startbedingungen im Laufe der Zeit ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilungen entwickeln können.
Wie der Name schon sagt, kann es am Ende nur einen Monopolisten geben. Doch der Weg dorthin war höchst unterschiedlich: Während einige durch kluge Deals und strategische Absprachen ihre Chancen verbesserten, hatten andere schlichtweg Pech mit den Würfeln. Schnell zeigte sich, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht nur mit Fleiß und Geschick, sondern auch mit Glück (oder Pech) zusammenhängen kann.
Nach der letzten Spielrunde zogen wir Parallelen zur Realität: Wer besitzt wie viel? Wie entstehen wirtschaftliche Ungleichheiten? Und welche Rolle spielen strategisches Handeln, Absprachen und unvorhersehbare Faktoren? Worin liegen die zentralen Unterschiede zwischen Spiel und Realität?
Eines wurde jedoch klar: Monopoly ist mehr als nur ein Brettspiel. Es spiegelt die Mechanismen der Wirtschaftswelt wider und zeigt, wie sehr finanzielle Ungleichheit Emotionen hervorrufen kann – sowohl im Spiel als auch im echten Leben.
Text: Viktoria Ritter
Bild: Emma Paxmann