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Gestern Mauer – Heute schlauer? – Berlinfahrt der 11.4

 

Während unserer Politik-Fahrt nach Vlotho/Berlin haben wir uns mit der Geschichte und Politik der DDR beschäftigt. Dieses Thema führte uns erst nach Vlotho, gemeinsam mit einer Dozentin setzten wir uns in einen der Seminarräume des GESW (Gemein Europäisches Studienwerk) und arbeiteten unsere eigenen Familienstammbäume auf. Der Fokus lag selbstverständlich auf der Geschichte der DDR. Außerdem bereiteten wir eine Zeitzeugenbefragung vor und führten sie durch. So lernten wir die Zeitzeugin Angela Winkler kennen, welche uns viel über ihr Leben in der DDR zu erzählen hat.

Dann ging es ab nach Berlin! Als erstes haben wir alles Gelernte noch einmal in der Kulturbrauerei aufgefrischt. Am späten Nachmittag wanderten wir gemeinsam an der Easy Side Gallery entlang, dann hatten wir Freizeit! In kleinen Gruppen erkundeten wir die bunte Hauptstadt und mussten uns zwischen zahlreichen Food Spots entscheiden.

In den darauffolgenden Tagen besuchten wir unter anderem die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauerstraße. Für einige war dies das Highlight unserer ganzen Fahrt, wenn man die Freizeit nicht dazu zählt. Danach führte uns unsere Dozentin durch die Straßen und U-Bahn Netzwerke Berlins und hatte zu fast jeder Ecke etwas Historisches zu erzählen.

Nach einem kurzen Fotostop am Brandenburger Tor haben wir eine Führung durch den Deutschen Bundestag gemacht. Es war unserer Meinung nach der spannendste Tag der Fahrt, und der Tag an dem wir die meisten Schritte gesammelt haben.

Ein weiterer Ausflug führte uns in die Gedenkstätte Hohenschönhausen, ein altes Stasi Gefängnis. Man ging durch die Tür und man hatte das Gefühl 50 Jahre in der Zeit zurück zu reisen. Links war der Kontrollraum, rechts ein vergittertes Treppenhaus und kurz danach reihten sich Zellen aneinander. Wir haben viel dazu gelernt – und eine Seite der DDR gesehen, die lange verschwiegen wurde.

Unsere Fahrt nach Berlin hat uns geholfen, die deutsche Geschichte mehr zu verstehen und deutlicher wahrzunehmen. Vorher bestand diese Geschichte nur aus Texten und Schwarzweiß-Aufnahmen. Jetzt haben wir die Überreste selber gesehen und sind so der Geschichte viel näher gekommen.

 

Stina Klaus, 11.4

Fotos: Viktoria Ritter und Dirk Apitius